Abenteuerreisen

Afrika ist den meisten Menschen leider bekannt als Kontinent, der vor allem wegen seiner bestürzenden Armut immer wieder Schlagzeilen macht. Die Verhältnisse in den meisten Staaten Afrikas sind prekär, die Lebensmittelversorgung ist vollkommen unzureichend, ähnlich wie die hygienischen oder medizinischen Bedingungen. Afrika gilt als ärmster Kontinent der Welt und braucht deswegen die Unterstützung von hochentwickelten Staaten, die helfen, Afrika einen Weg zu weisen und in eine bessere Zukunft zu begleiten.

Doch leider sind die Staaten Afrikas nicht die einzigen Länder dieser Welt, die Hilfe brauchen. Betrachtet man beispielsweise große Teile Südamerikas, wird man schnell feststellen, dass sich die Situation in vielen Regionen nicht anderes darstellt als in Afrika. Ein gutes Beispiel ist das Land Peru.

Peru liegt ganz im Westen Südamerikas, direkt am Pazifischen Ozean. Das Landschaftsbild Perus ist durch seine drei verschiedenen Klimaregionen, nämlich der Costa (Küste), der Sierra (bergiges Hochland) und der Selva (Waldgebiete, vor allem Regenwald und Nebelwald) sehr vielfältig und alte indianische Kulturstätten wie Machu Picchu als kulturelle Highlights machen Peru als Reiseland für die Leute interessant, die gerne den Nervenkitzel von Abenteuereisen suchen.

Trotz der Schönheit der Landschaft und sehenswerter kultureller Schätze, hat Peru aber ähnlich wie Afrika mit großen wirtschaftlichen und sozialen Problemen zu kämpfen. Durch die wirtschaftliche Macht ausländischer Firmen ist es für einheimische Firmen kaum möglich, in der Wirtschaft Fuß zu fassen. Die weiträumigen Landstriche und Regionen im Landesinneren sind so gut wie gar nicht genutzt, während in den Städten (vor allem der Hauptstadt Lima) die Anhäufung von Industrieanlagen überhand nimmt, was dazu führt, dass die auf dem Land ansässigen Menschen in der Hoffnung auf Arbeit in die Städte flüchten. Die Folge ist, eine Übervölkerung der Städte mit den einhergehenden Problemen von Armut und schlechten Hygienebedingungen sowie große Armut in den ländlichen Bereichen, wo die meisten Menschen keine Arbeit finden können. Weitere Hürden für die peruanische Wirtschaft stellen die unterentwickelte Infrastruktur und der hohe Anteil der Schattenwirtschaft dar. Darum leben große Teile der Bevölkerung Perus (u.a. sehr viele Kinder) weit unter der Armutsgrenze und unter unzumutbaren Bedingungen.

Wer das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden möchte, der sollte sich unter dem Stichwort „Reisen Peru“ einmal nach Hilfsprojekten dieses Landes erkundigen. Denn auch im Rahmen einer Hilfsorganisation oder eines Hilfsprojektes ist es immer noch möglich das Land zu erkunden, aber gleichzeitig denjenigen Hilfe zu leisten, die es nicht so einfach haben wie wir.