Kanada

Kanada ist der flächenmäßig zweitgrößte Staat der Erde. Vor ca. 12.000 Jahren begann die Besiedlung durch Indianer. Der Stamm der Inuit ist der wohl der bekannteste Indianerstamm Kanadas. 1600 begannen die ab dem späten 15. Jahrhundert gelandeten Europäer nach und nach mit der Kolonialisierung. Aus dieser Zeit hat Kanada seinen Namen. Denn das ursprüngliche Wort „Canada“ war einmal die Bezeichnung für ein Irokesendorf. Heute ist Kanada unabhängig und somit keine Kolonie mehr. Dennoch ist das Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II, die von einem Generalgouverneur vertreten wird. Kanada ist somit einen parlamentarische Monarchie.

20% der weltweit vorhandenen Wildnisgebiete finden sich in Kanada wieder. Aber auch die arktischen Gewässer bieten Lebensraum für viele vom Aussterben bedrohte Tiere- wie zum Beispiel Wale, Polarbären, Walrosse und Seehunde. Aber auch zahlreiche Schutzgebiete für Zugvögel wurden in Kanada eingerichtet, denn jeden Sommer kommen ca. 5 Milliarden Vögel in die borealen Wälder Kanadas. Die Natur Kanadas ist der wichtigste und bedeutendste Faktor für den Tourismus. Deshalb wird seit einigen Jahren vermehrt Wert auf eine funktionierende und wirksame Umweltpolitik gelegt.

Gerade weil Kanada ein so großer Staat ist, in dem es noch viele unberührte Wälder gibt, finden sich die meisten Einwohner in den großen Ballungsräumen wieder. Die Bevölkerung findet sich so auf einem ca. 350km breiten Streifen an der Grenze zu den USA wieder. Große Teile im Norden Kanadas sind nahezu unbesiedelt. Deshalb ergibt sich eine Einwohneranzahl von 3,2 pro km². Diese endlosen Weiten der Natur locken vermutlich die meisten Touristen nach Kanada. Diese sehnen sich nach den Kilometerlangen Straßen, die nie zu enden scheinen und sich an blauen Seen und durch die Wälder erstrecken.

Bedingt durch die etwas weiter voneinander entfernt liegenden Urlaubsziele macht es Sinn über Indiviualreisen nach Kanada nachzudenken und etwas Abstand von den Pauschalreisen zu nehmen.

Im Kontrast zu der fast grenzenlosen Natur stehen allerdings die Großstädte Kanadas, in denen sich die französischen und englischen Wurzeln der Kanadier zeigen. Die geballten Großstädte sind reich an Theatern, Museen und anderen kulturellen Einrichtungen.