20th Oktober 2010

Urlaub bedeutet Organisation!

Eines habe ich gelernt, bevor ich in den heiß ersehnten Urlaub nach Kanada zu meiner Schulfreundin Tiffany geflogen bin: Urlaub heißt Organisation! Es gab so Vieles zu erledigen, bis ich endlich im Flieger war! Ich musste mein Auto ummelden, neue Passfotos für den Reisepass machen lassen, den Reisepass beantragen, meine Mutter dazu bevollmächtigen und beauftragen, die Miete von meinem Konto an den heimischen Vermieter zu überweisen und und und. Schließlich sollte alles reibungslos weitergehen, wenn ich wieder zurückkommen würde.

Als ich endlich im Flieger saß, hatte ich den Urlaub wirklich dringend nötig. Alles ging so knapp vonstatten, dass es mich wirklich sehr auf die bevorstehende Freizeit freute. Doch als ich dann bei Tiffany ankam, bemerkte ich erneut, dass der schönste Urlaub wahrscheinlich doch derjenige ist, den man gut durchgeplant hat: Ich hatte ihr aus Versehen die falsche Zeit durchgegeben, zu der sie mich am Flughafen hätte abholen sollen. Mutterseelenallein stand ich am Flughafen und wunderte mich, warum mich niemand abholen kam. Nach 30 Minuten Wartezeit rief ich Tiffany an, die dachte, ich würde erst 3 Stunden später ankommen und noch beim Friseur saß.

Das gab mir erst einmal den Rest. Ich setzte mich in die Wartehalle und kaufte mir irgendein langweiliges Buch, um irgendwie die Zeit zu überbrücken. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und nahm das nächste Taxi zu Tiffany’s Friseur. Nach diesem seltsamen Start meiner Ferien in Kanada war ich eigentlich noch auf viel Schlimmeres gefasst. Ich dachte, was so verplant begonnen hatte, müsste genauso schrecklich weitergehen. Glücklicherweise wurde meine Vermutung nicht bestätigt. Der Urlaub war wunderschön!

Ich lernte zum Beispiel endlich einmal Tiffany’s Mann kennen und wir unternahmen viele Ausflüge, zum Beispiel auch zu Tiffany’s Eltern und Großeltern. Lustig fand ich, dass Tiffany noch immer ihre Kuscheltiere besaß, die ich noch aus unserer gemeinsamen Grundschulzeit kenne. Mit Kuscheltieren ist es wohl genauso, wie mit guten Freunden: Man möchte sie nie mehr hergeben!